Thomas Kromp hat am 29.11.2008 um 21:22 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
Es gibt Dinge, die es eigentlich nicht gibt - und die sind bei Barakuda in Innsbruck vor einer Woche geschehen!
Eine Erfahrung besonderer Art- Barakuda Handicap Instruktor Kurs in Innsbruck
„mit Tauchgepäck nach Innsbruck ?- Sind sie sich sicher?“
Nach langem Überlegen und Recherchieren über das Handicap-Diving haben wir uns Anfang 2008 dazu entschlossen, die Ausbildung zum Instructor zu machen. Leichter gesagt als getan. Leider ist das Interesse an dieser Fortbildung nicht sehr groß doch mit Hilfe von Thomas Kromp konnten wir am 21. November an einem Kurs an der Uniklinik Innsbruck bei Dr. Frank Hartig teilnehmen.
1. Tag, 21.11.2008
Am Flughafen Köln/Bonn die erste ungläubige Frage: „Sind Sie sich sicher? Tauchgepäck nach Innsbruck?“ Ja, wir sind uns ganz sicher.
Ankunft in Innsbruck, einchecken im Hotel und ab in die Stadt. Wo ist die Uniklinik? Wie kommen wir dorthin und wie lange brauchen wir dafür.
Alles kein Problem. Wofür gibt es die S-Bahn. Ein schnelles Sightseeing (man sollte ja wenigstens das Goldene Dachl gesehen haben) und schon ist der erste Tag vorbei.
2. Tag, 22.11.2008, 8.30 Uhr
Treffpunkt 8.30 Uhr in der Halle der Uniklinik (die mit den blauen Sesseln). Wieder ein ungläubiges Gesicht, als ich auf eine junge Frau zustürme, sie begrüße und frage: „Bist Du auch hier zum Seminar Handicap-Diving?“ So ein Pech, es war nur eine ganz normale Besucherin, die wahrscheinlich bis heute grübelt, was wollte die von mir.
Endlich die ersten Teilnehmer. Leicht zu erkennen am „Tauch-Rucksack“. Ein neugieriges Vorstellen. Schön, dass wir nicht alleine sind.
Endlich geht’s los. Dr. Frank Hartig holt uns ab und die erste Erleichterung macht sich breit. Der scheint echt nett zu sein. Die wichtigste Angelegenheit für diesen Morgen: Die Kaffeemaschine muss in Betrieb genommen werden. Frank hat schließlich die vergangene Nacht durchgearbeitet und hatte kurz vor unserem Eintreffen noch einen Notfall zu behandeln.
Als erstes natürlich die Vorstellung. Fünf Teilnehmer sind wir also und jeder von uns ist hochmotiviert, etwas über das Handicap-Diving zu hören.
Frank, Dir auf diesem Weg noch einmal ganz herzlichen Dank für die Ausführungen über Behinderungen. Mein Gott, das wussten wir ja alles nicht. Ob wir das wohl schaffen? Es gibt so viel, was man beachten muss und womit man sich auskennen sollte. Die ersten Ängste kommen hoch.
13.00 Uhr eine Führung durch die Katakomben der Uni-Klinik bis zur Mensa. Ein schnelles Mittagessen und weiter geht’s.
Hier die erste Überraschung. Um 15.00 Uhr kommen einige Rollifahrer und wir sollen Gelegenheit bekommen, uns mit Ihnen zu unterhalten und unsere theoretischen Kenntnisse umzusetzen. Ich glaube, wir waren alle erst einmal geschockt. So wird man ins kalte Wasser geschubst.
Pünktlich um 15.00 Uhr kommt Betty mit ihrem Freund Holger zu uns. Natürlich sind wir alle total unsicher und aufgeregt. Bloß in kein Fettnäpfchen treten. Alles richtig machen und ganz ruhig bleiben. Leichter gesagt als getan. Natürlich sind wir aufgeregt und niemand traut sich so richtig. Doch mit Hilfe von Frank und vor allem durch Bettys offene und ehrliche Art können wir unsere Ängste doch noch ein wenig abbauen. Offen erzählt Betty über ihre Behinderung und die Auswirkungen. Betty ist vor 6 Jahren in einem Sekundenschlaf aus dem Auto geschleudert worden und an allen 4 Extremitäten gelähmt (tetraplegisch), sie kann lediglich ganz leicht aus dem Bizeps etwas bewegen, aber kein Druckausgleich, kein alleiniges Sitzen, kein Heben und Halten, gar nichts ist möglich, und mit ihr sollen wir gleich ins Wasser? Ja, wir sollen denken wir uns, später werden wir erfahren, dass es eigentlich „Ja, wir dürfen“ heißen sollte. Betty erzählt ihre Geschichte, wie sie anfänglich mit Pusten die Fliegen aus ihrem Gesicht vertreiben musste. Für uns alle eine neue Erfahrung. Nachdem wir mit ihr und auch mit ihrem Freund den Termin fürs Schwimmbad festgemacht haben geht’s schon weiter. Harald und Niki kommen zu uns. Harald hatte vor Jahren einen Mountainbikeunfall und Niki einen Snowboardunfall, beide seither im Rolli. Auch hier wieder die gleichen Ängste. Und wieder helfen uns die Betroffenen. Wir lernen viel über die Behinderung, über die richtigen oder falschen Hilfen und über die Art, damit zurecht zu kommen. Ganz herzlichen Dank an Harald und Niki. Auch die nonverbale Kommunikation, das sich Öffnen und Neugierig sein, die Körpersprache, der richtige Abstand und die richtige Nähe, all das wurde uns eindrucksvoll von den drei Betroffenen und von Frank vor Augen geführt.
20.00 Uhr: Treffen am Schwimmbad
Ein flottes „Aufrödeln“ und ab ins Wasser. Schließlich wollen wir am kommenden Tag alle wissen, wie wir mit den Rollifahrern tauchen können. Übungen, Griffe, Zeichen, alles neu für uns. „Zuerst versucht ihr die Übungen mal miteinander, morgen kommt dann die Premiere mit den Rollis“, sagte Frank noch nüchtern mit einem wissenden Lächeln im Gesicht. Am Ende des Abends die Frage: „Sind wir eigentlich Tauchlehrer oder haben wir soeben das erste Schnuppertauchen hinter uns gebracht?“ Nach diesen Übungen hat der Begriff „Tarieren“ eine völlig neue Bedeutung. Günther (Handicap Instructor aus Innsbruck) und Frank halten alles per Video fest. Und beide lächeln.
22.00 Uhr: Abschluss des ersten Tages
Ich glaube, ich spreche für alle Teilnehmer. Es war ein hochinteressanter Tag und vor allen Dingen sehr lehrreich. Sicherlich gehen wir alle mit gemischten Gefühlen ins Bett und auch mit einigen Ängsten vor dem kommenden Tag.
3. Tag, 23.11.2008
10.00: Treffen in der Uni
Eine kurze Begrüßung und schon geht’s weiter. Die Videoaufnehmen aus dem Hallenbad werden gezeigt. Auch hier noch einmal ganz wertvolle Tipps von Frank. Jetzt die schriftliche Prüfung. Alles halb so schlimm. Ich glaube, der Respekt vor der Praxis ist viel größer. Hoffentlich geht alles gut.
Eine kurze Mittagpause und anschließend um 14.45 Uhr Treffen am Hallenbad. Die Aufregung wächst. Ob alles klappt?
Die nächsten zwei Stunden kann ich nicht wiedergeben. Es war ein Traum. Noch nie im Leben habe ich so tolle Erfahrungen machen dürfen. Es hat geklappt und zwar mit Hilfe von Betty und Niki. Ich hoffe, die beiden ahnen wenigstens, wie sehr sie uns geholfen haben. Sicherlich haben wir Fehler gemacht, aber ihr habt uns das nicht spüren lassen. Im Gegenteil, ihr habt uns unterstützt. Ohne euch hätten wir das nicht geschafft. Ich werde nie die strahlenden Augen vergessen und auch nicht das Lächeln. Sogar unter Wasser. Frank entschuldige meine spontane Umarmung. Ein ganz großes Dankeschön für Deine Hilfe.
17.30 Uhr: Es ist vollbracht!
Wir stehen am Anfang unserer Handicap-Instructor Karriere und wissen doch alle, das war nur ein kleiner Schritt. Es gibt noch eine Menge zu tun. Wir haben viel lernen dürfen aber wir werden nie aufhören zu lernen.
Zum Abschluss noch ein fröhliches Miteinander in der Pizzeria Gusto. Es wird viel gelacht, erzählt und auch nachgedacht.
4. Tag, 24.11.2008, Abreise
Sagenhaft schnell ist dieses Wochenende vergangen. Im Flieger noch einmal ein toller Blick über Innsbruck. Es hat sich gelohnt.
Fazit:
Es war wirklich eine Erfahrung der besonderen Art. Barakuda hat uns ein sehr durchdachtes Konzept für eine sichere und seriöse Ausbildung unserer zukünftigen Schüler in die Hand gegeben. Ein Traum, den wir gerne verwirklichen wollen. Unser Dank gilt allen Beteiligten aber ganz besonders Betty und Niki. Ihr habt uns etwas gegeben, was wir gerne weitergeben möchten.
Moni und Ernst
Maren Poltrock hat am 27.11.2008 um 21:36 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
Hallo an alle.....
auch ich hatte das Vergnügen in Kas meinen Tauchlehrer zu machen und ich muss sagen auch ich werde diese Woche in meinem Leben nie vergessen.....und dafür sind ganz ganz viele nette und kompetente Menschen Verantwortlich.....als erstes Danke ich meinen Mitanwärtern und jetzt ja auch Tauchleherkollegenin wir haben wirklich alle an einem Strang gezogen und das hat sich für jeden von uns ausgezahlt.....wir habens ja schliesslich alle geschafft juuuchuuuuuuuuuuuuuuu....!!!!
Einen riesen Dank gebürt natürlich unseren Prüfern Guido,Rico und(Levent)ihr wart echt ein tolles Team, Gnadenlos gerrecht habt ihr jeden Fehler entdeckt ob über oder unter Wasser.... so ein mist ;), flexibel wart ihr besonders bei mir ich musste leider eine Zwangspause von zwei Tagen einlegen und hatte schon gedacht jetzt ist es gelaufen Dank euch habe ich alle meine Prüfungen noch ablegen können.....ich werde garantiert an euch denken wenn ich auf Bali meinen ersten OWD Kurs gebe... also seit weiterhin Gnadenlos gerecht :)....an dieser Stelle auch einen Herzlichen Dank an Azur die Basisfee die mir jedes einzelne Wort der Ärztin übersetzt hat und mir auch sonst keine bitte abschlagen konnte!!
Da Rico nicht nur unser Prüfer sondern auch unser Coach und Mentor war nochmal Danke besonders für die guten Tips beim Apnoetauchen,...die zehn Meter hät ich sonst nicht gepackt....!!!
Also auf ein Wiedersehen mit unserer tollen Truppe irgendwann einmal...wann, wo, und wie das wird sich zeigen....
Ganz viele liebe Grüße und riesen Dank Maren!!!
Stefan Welcker hat am 27.11.2008 um 12:34 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
An alle Tauchers und die, die es noch werden wollen...
Ich kann mich der Ingrid (siehe Beitrag vom 25.11.2008) nur voll und ganz anschliessen und möchte mich herzlichst bei Guido und (insbesondere) unserem Coach RICO bedanken.
Wir haben uns alle keine Steine in den Weg, sondern alle an einem Strang gezogen. Es hat sich ausgezahlt!
Unsere kritischen Prüfer waren immer da, wenn einer von uns Probleme hatte.
Sie haben auch nicht auf die starre Einhaltung unseres engen Zeitplanes bestanden, sondern waren (so weit möglich) flexibel!!!
Ich freue mich schon auf das nächste Mal...
Gut Luft sagt
Stefan
Ingrid Winkler hat am 25.11.2008 um 08:46 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
Ein herzliches Hallo an alle die ebenfalls TL -werden wollen!
Bin wohlbehalten wieder zurück aus Kas, wo wir unsere TL* -Barakuda Prüfung abgelegt haben. Kas - Diving bietet die optimalen Voraussetzungen für solch ein Vorhaben, das Wetter und die Betreuung und Unterstützung an der Basis sind auch um diese Zeit noch hervorragend. Ein großes Lob gebührt auch unserem Mentor Rico Besserdich und unserem Prüfer Guido Eckhardt. Obwohl einige von uns gesundheitliche Probleme hatten, haben alle die Prüfung bestanden. Dies war nur möglich weil alle flexibel waren und super gut zusammengehalten haben. Die Basisleitung sorgte nicht nur für den reibungslosen Ablauf am Boot und an der Basis, sondern auch bei der Betreuung der Kranken ( vom dolmetschen beim Arzt bis zum Transfer in KH nach Kemer). Wenn nach einer üblen Nacht am nächsten Morgen einer mal nicht so Fit war, wurde der Ablauf soweit angepasst, dass wir trotzdem alle Prüfungen ablegen konnten. Wir ernteten nicht mal minus Punkte als wir zu guter Letzt unseren Prüfer Guido noch ansteckten. Ich werd mit Sicherheit diese Zeit nicht so schnell vergessen, und meine neuen Kollegen und Kollegin auch nicht.
Auf diesem Weg weiter so, und nochmals
Herzlichen Dank
Ingrid Winkler TL* BARAKUDA
Thomas Kromp hat am 10.11.2008 um 20:50 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
Wer von Euch jungen Barakuda Tauchlehrern möchte Pilot werden?
Super positive Feedbacks von den letzten Seminaren!
Und das haben sich alle Trainer mehr als verdient.
Warum?
Sie arbeiten gegen den Trend Masse und kleine Preise!
Sie bieten Qualität und Kundenzufriedenheit mit der Eintrittskarte zu Barakuda.
Sie begeistern unsere jungen Tauchlehrer und binden sie in die große Barakuda Familie ein.
Sie sehen ihre Verantwortung wie die Ausbilder der Piloten:
Wenn Piloten so schlecht ausgebildet würden wie die meisten Tauchlehrer? Wer von Euch würde dann noch fliegen?
Also an dieser Stelle ein unbezahlbarer Dank an unsere Trainer im Barakuda Team!
Thomas Kromp
Frank Glosse hat am 01.11.2008 um 15:33 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
Hallo!
Auch ich möchte mich bei allen Beteiligten der Tauchlehrerqualifikation in Hemmoor vom
3.-8.11.2008 bedanken! Mein Dank richtet sich an das Barakuda-Team des ITC-Bielefeld, welches mit der Organisation und Durchführung der TL-Qualifikation betraut war. Ich kann euch nur ein GROSSES LOB dafür aussprechen. Mit etwas Abstand betrachtet - Ich brauchte die Zeit, um die Tage der Qualifikation etwas „sacken“ zu lassen und das erlebte in aller Ruhe zu reflektieren. – habe ich die Qualifikationswoche in sehr guter Erinnerung, was für sich spricht. Dies liegt sicherlich an der harmonischen Teilnehmergruppe. Jeder hat jedem in vorbildlicher Weise geholfen, wodurch kein unnötiger Stress aufkam. Weiterhin habe ich das Auftreten des Trainerteams in sehr guter Erinnerung. Als Teilnehmer hatte ich niemals das Gefühl mit „Prüfern“ zu tauchen, sondern mit sehr kompetenten und erfahrenen Kollegen, die einem jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen und Hilfestellung leisten, was für eine sehr angenehme Atmosphäre sorgte. Somit hielt sich der Stress, die Anspannung vor den Prüfungen, den Tauchgängen in Grenzen. Weiter so!
An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei meinen / unseren Ausbildern vom ITC-Bielefeld bedanken. Senol Kara und Thomas Klatt, die uns ca. 1 Jahr immer wieder motiviert haben, für Theorie und Praxis intensiv zu lernen bzw. zu trainieren. Dank auch an Udo Kuhställer und Sven Nobbe für die Tipps nach diversen Tauchgängen. Ein besonderes Lob möchte ich noch an Sascha Jander richten, der unter großen persönlichen Einsatz viele „Trainings-Wochenenden“ mit uns durchgeführt hat. Dafür herzlichen Dank.
Gruß
Frank Glosse
Thomas Kromp hat am 31.10.2008 um 19:42 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
Tauchmedizin mal ganz anders
Ein Bericht eines ganz anderen Seminars (von Thomas Kromp)
Vom 24-26. Oktober 2008 fand in Innsbruck zum 6. Mal der Barakuda Tauchmedizinworkshop statt. Dieses bereits über die österreichischen Grenzen bekannte Seminar des ITC Barakuda Clubs Innsbruck findet alljährlich an der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin I (Direktor O.Univ.Prof.Dr. J. Patsch) unter der Leitung von Oberarzt Dr. Frank Hartig statt. Frank ist langjähriger Taucherarzt, Barakuda Course Director und Internist an der Innsbrucker Uniklinik. Gemeinsam mit seiner Partnerin und Molekularbiologin Dr. Andrea Köhler hat Frank auch dieses Mal wieder spannende Themen zum „Anfassen“ präsentiert. So wurden die pathophysiologischen Grundlagen auf der Anatomie am Präparat veranschaulicht und auch das weltberühmte Anatomische Museum besichtigt. Hier waren aus tauchmedizinischer Sicht vor allem die Nieren- und Wachstumsfugenpräparate sowie ein "PFO-Herz" sehr spannend. Uns allen war danach ganz klar welche Gefahren in den fragilen Wachstumsfugen lauern und wie unglaublich schnell so ein Nierengewebe ist. Übrigens basteln die beiden Wissenschaftler an einem Urintest für DCS-Erkennung der schnellen Gewebe.
Nach einer Besichtigung der Schockräume und der zentralen medizinischen Notfallaufnahme ging es weiter zu den Grundlagen der Reanimation und deren sinnvolle Umsetzung im Rahmen eines Tauchunfalls. In einer gemütlichen Gruppe von 8 Teilnehmern wurden real gespielte Erste Hilfe Szenarien mittels Videoanalysen untersucht. Beim Thema Airtrapping wurden Videos von Patienten mit deren Lungengeräuschen und Lippenpressatmungen präsentiert. Auch die Luftinjektionen unter die Haut und Tasten des „Mediastinalemphysems“ darf bei Franks Seminaren nicht fehlen. So gelang es, die theoretischen komplexen Zusammenhänge durch einfache Experimente schnell zu verstehen. Am nächsten Tag folgten dann die Grundlagen über Tauchmedizin und die 3 Säulen der Dekompressionslehre. Auch hier fanden wieder unzählige praktische Demonstratioenen und Versuche zu Blasentheorien, Gewebesättigungen und vielem Mehr statt. Frank und Andrea lieben es heilige Kühe zu schlachten und überzeugen durch einerseits geballtes Fachwissen, andererseits durch ihre Erfahrung in den Bereichen Tauchen und Tauchmedizin. „Man sollte vielmehr darüber reden was man erlebt hat anstatt darüber zu reden, was man gehört hat“ war der Leitsatz.
Als Höhepunkt folgten dann die Ultraschall- und Doppleruntersuchungen an zwei Tauchern, die direkt nach einem 40m Tauchgang im Achensee zu uns in die Klinik kamen. Wir konnten die Blasen in deren Gefäßen sehen und hören. Messungen vor Sauerstoff, nach Sauerstoff, nach Bewegung und mit und ohne Infusion machten deutlich, welche Risikofaktoren deutlich zum Dekompressionsstress beitragen.
Auch Pausenausflüge ins Reich der Geschichte der Dekompression oder gefährliche Meerestiere oder erlebte Tauchunfallberichte von Frank und Andrea zeugten von der Erfahrung der beiden. Frank und Andrea präsentierten hautnah spannende Experimente aus der Grundlagenforschung und erklärten in ihrer gewohnt hunmorvollen und emotionalen Art selbst diese schwierigen Sachverhalte mit Beispielen aus unserem Alltag. Alle Teilnehmer sind sich einig: Das war das beste tauchmedizinische Seminar in 2008 und als solches absolut einzigartig. Leider nur viel zu kurz, man will einfach mehr.
Als Ausbildungsleiter von Barakuda wurde ich einmal mehr von der hohen Qualität der Seminardurchführung wie von der intensiven Umsetzung der Theorie in die Praxis überzeugt!
Andreas Nagel hat am 25.10.2008 um 22:20 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
Liebe Tauchkollegen !
Und Mitarbeiter der Firma
Touristik Barakuda. Mein
Herzlichstes Beileid zum
Tod eurer Chefin Ruth Balzer.
Ich kann mitfühlen. in den letzten 2 jahren habe ich auch Tante, Onkel , Mutter und
einen vetter verloren.
Eure Sabine hauke hat mich auch mit tröstenden Worten
unterstützt. Ich bin ja
1995 das erstemal mit Spillmann Reisen nach zakynthos zum tauchen gereist
Und habe den bronze schein dort gemacht. später paxos
und Madeira , Stefan Maier
und Atalayia Basis.
Und immer gut gereist
mit Barakuda.
die letzten 2 jahre habe ich den Bodensee betaucht
Wirtschaftliche und familliäre
Gründe nicht ins Ausland zu reisen.
Bin im Tauchclub Stuttgart
Trainer
seit vielen Jahren
und habe über den Tod der Ruth Balzer mit Bestürzung im Sporttaucher
gelesen.
Als Kataholik tröste ich mich
mit der Hoffnung zur Auferstehung nach dem Tode
mit frdl. gruß
Andreas Nagel Stuttgart
Matthias Otto hat am 16.10.2008 um 17:22 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
Hallo an alle,
ich kann mich Helge nur anschließen. Auch ich habe Hemmoor 2008 überlebt. Es hat wirklich Spass gemacht und möchte dem Trainer- und Instructorteam herzlich danken.
VG
Matthias
Alex Bühler hat am 15.10.2008 um 16:42 Uhr folgenden Eintrag geschrieben:
Moin Moin,
Auch ich möchte mich für die schöne und sehr lehrreiche TL-Ausbildung in Hemmoor bedanken. CD's, TL*** und TL**-Anwärter hatten stets ein offenes Ohr. Die Informationen die zwischendurch ausgetauscht wurden haben mir auch sehr viel weiter geholfen.
Somit einen großes Dankeschön an alle die diese Woche mitgestaltet haben!
Auch noch ein großes Lob und vielen Dank an Senol und sein Team!
Viele Grüße aus dem Norden.
Alex